Aquarienpflanzen

Bei den im Aquarium kultivierten Pflanzen handelt es sich entweder um Wasserpflanzen, die stets submers wachsen oder um auch emers gedeihende Sumpfpflanzen. Nach Schätzungen der Aquarienpflanzenexpertin Christel Kasselmann werden zwischen 100 und 150 Pflanzenarten als Aquarienpflanzen angeboten. Lediglich 30 Arten davon sind echte Wasserpflanzen.

Die für Holländische Pflanzenaquarien typischen Pflanzenstraßen werden mit Pflanzen wie Bachburgel, Kardinalslobelie und Mooskugeln erzielt. Besitzer von diesen Aquarien bemühen sich häufig um die Kultur besonders anspruchsvoller Aquarienpflanzen wie Zungenblatt, Cognacpflanze, Wasserhaar und Tausendblatt. Im Japanischen Naturaquarium spielen besonders häufig kleinwüchsige und zierliche Arten eine Rolle, die im Vordergrund gepflanzt werden. Dazu zählen das Teichlebermoos, das Zungenblatt und die Nadelsimse. Häufig werden in diesen Aquarientypen auch Pflanzen wie beispielsweise der Javafarn auf Steine oder Wurzeln aufgebunden. In Aquarien mit Fischen, die zarte Pflanzen fressen, hat sich insbesondere das Zwergspeerblatt bewährt, dessen harte Blätter von kaum einer Fischart geschädigt werden.

Kohlendioxid (CO2), das die Pflanzen für ihr Wachstum benötigen, ist im Wasser nur in geringem Maße gelöst. Der Bedarf an Kohlendioxid ist je nach Pflanzenart unterschiedlich. Es gibt eine Reihe von Aquarienpflanzen, wie beispielsweise die Dichtblättrige Wasserpest, der Indische Wasserfreund und der Indischer Wasserstern, deren CO2-Bedarf durch einen regelmäßigen Teilwasserwechsel sichergestellt werden kann. Alle drei Pflanzenarten werden für ein neu eingerichtetes Aquarium besonders häufig empfohlen. Da sie gut anwachsen und schnellwüchsig sind, entziehen sie in der Anfangsphase eines Aquariums, in der die Gefahr eines übermäßigen Algenwachstums besonders hoch ist, den Algen effektiv die Nahrungsgrundlage. Wegen ihrer einfachen Kultivierung werden sie außerdem regelmäßig als preisgünstige Bundware angeboten.

Sehr viele Aquarienpflanzen benötigen für ein gutes Gedeihen einen höheren Kohlendioxidgehalt im Wasser, als über den Teilwasserwechsel sichergestellt werden kann. Diese Pflanzen sind auf eine Kohlenstoffdioxid-Düngung angewiesen. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeit, diese Düngung zu erzielen. Dies reicht von einer auf der alkoholischen Gärung basierenden Gärungsanlage bis zum Druckgasflaschensystem.

Nahezu alle im Handel angebotenen Aquarienpflanzen stammen aus Gärtnereien, die sich auf die Zucht von Aquarienpflanzen spezialisiert haben. Vor allem aus der Gattung der Schwertpflanzen werden immer wieder neue Varietäten herangezogen, die sich vor allem durch interessante rot bis rotbräunlich gesprenkelte Blattfarben auszeichnen.
Quelle:wikipedia